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Éric Bédard – ein ungewöhnlicher Trainer |
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Geschrieben von: Matthias Opatz
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Montag, den 23. November 2009 um 17:13 Uhr |
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Kurz nachdem Shorttracker Robert Seifert mit Platz fünf über 500 Meter (Sieg im B-Finale) und Platz mit dem Staffelteam geschafft hatte, brachte er seine Website auf den neuesten Stand. Der neueste Beitrag bekam die Schlagzeile: „Éric, thanks für coaching me!“ (Éric, Danke, dass du mich trainierst). Mit diesem Dank steht der Dresdner nicht allein. Die Rostockerin Aika Klein meint: „Durch seine neuen Trainingsmethoden hat er mir den Spaß am Training wiedergebracht, obwohl es das härteste Training ist, welches ich jemals absolviert habe. Ich könnte mir keinen besseren Trainer vorstellen!“
„Bei Schiedsrichtern ist Éric fast schon berüchtigt, weil er für seine Athleten kämpft bis an die Grenze, und da er auch einen Namen hat, hört man ihn zumindest an“, sagt DESG-Mannschaftsleiter Matthias Kulik (München). Und Athletensprecher Sebastiann Praus wagt gar die Behauptung „Er ist der beste Trainer, den wir jemals in Deutschland hatten.“
Éric Bédard war im Sommer 2008 von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft als erster ausländischer Shorttrack-Bundestrainer verpflichtet worden. Zuvor hatte er in der kanadischen Shorttrack-Hochburg Montreal bereits als Trainer gearbeitet. Als Aktiver nahm er dreimal an Olympischen Spielen teil und kam jedesmal mit mindestens einer Medaille zurück: 1998 und 2002 wurde er mit der kanadischen Staffel Olympiasieger und gewann 2006 Bronze. 1998 hatte er zudem Bronze im Einzelrennen über 1000 Meter gewonnen. Dazu kommt ein Dutzend WM-Medaillen aller „Farben“ im Einzel- und Staffellauf. Aika Klein: „Diese Erfahrungen kann er nun reflektiert auf uns anwenden. Er weiß, wie sich Enttäuschung anfühlt, jedoch weiß er nun auch, wie man diese möglichst in positive Energie umsetzen kann.“
Ungewöhnlich ist auch seine Saisonplanung im Olympiawinter. Nach den Olympiaausscheidungen in Montreal und Marquette gab er seinen Sportlern zehn Tage frei. „Ob ich ihnen Trainingsaufgaben mitgegeben habe?“, meinte Bédard sichtlich verblüfft über die Frage „nein, wieso? Sie haben frei. Da können sie tun und lassen, was sie wollen. Abschalten. Danach werden sie wieder hart genug rangenommen.“ Zwar ist eine Periodisierung mit neuem Formaufbau zehn Wochen vor dem Höhepunkt auch anderswo üblich, aber richtig Urlaub mitten im Winter, das hat es im deutschen Wintersport wohl noch nie gegeben.
Nächste Woche sammelt Bédard seine Schäfchen in Dresden wieder zusammen und beginnt eine neue harte Trainingsphase. Für die einen – die Olympiastarter – geht es um Topform im Februar mit einer Generalprobe drei Wochen zuvor: Vom 22. bis 24. Januar erlebt die Sachsenmetropole an der Elbe die Europameisterschaften der Shorttracker. Für jene, die das Vancouver-Ticket verpasst haben, wird dies sogar der Höhepunkt.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 17:23 Uhr |